Apfelstrudel mit hausgemachtem Teig
Apfelstrudel mit hausgemachtem Teig: dünn ausgezogener Teig, Zimt-Äpfel und geröstete Brösel. Das traditionelle Rezept Schritt für Schritt.
Der Apfelstrudel ist der Klassiker der deutschen Backstuben: dünner, knuspriger Teig um eine würzige Apfelfüllung mit Zimt und Bröseln. Er braucht etwas Übung — aber mit dem richtigen Teig und ein paar Tricks gelingt er auch zu Hause.
Das Geheimnis ist der ausgezogene Teig, der dünn wie Papier werden soll. Wer das erste Mal Strudelteig macht, darf ruhig etwas dicker ausrollen — er schmeckt dann auch, ist nur weniger filigran.
So gelingt es perfekt
Der Teig braucht Ruhe: Mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde, dann lässt er sich problemlos ausziehen. Richtig geht es, wenn man ihn auf dem Rücken der Händen vorsichtig auseinanderzieht, bis er durchscheint.
Die Brösel sind Pflicht: Sie nehmen die Flüssigkeit der Äpfel auf und verhindern, dass der Boden aufweicht. Wer es traditionell mag, gibt noch gehackte Walnüsse dazu.
Der Apfelstrudel ist eines der bekanntesten Mehlspeisen der deutschen Küche und hat seine Wurzeln in der österreichisch-ungarischen Küche. Er gehört seit Jahrhunderten zum festen Repertoire der süddeutschen Backstuben und ist ein Muss auf jeder Weihnachtsfeier. Wer ihn einmal selbst gemacht hat, wird den gekauften Strudel nie wieder wollen.
Die häufigsten Fehler beim Apfelstrudel: zu dicker Teig (dann wird er zäh), zu feuchte Füllung (dann wird der Boden aufgeweicht) und zu heißer Ofen (dann verbrennt er außen und bleibt innen roh). Wer diese Fehler vermeidet, bekommt einen knusprigen, aromatischen Strudel. Und noch ein Tipp: Die Brösel unbedingt in Butter rösten — das gibt den typischen, nussigen Geschmack.
Varianten und Tipps
Mit Vanillesoße oder einer Kugel Vanilleeis wird der Strudel zum Dessert. Herzhafte Varianten mit Spinat oder Sauerkraut sind in der deutschen Küche ebenso beliebt wie die süße Version.
Dazu passt
Lauwarm mit Vanillesoße, einer Kugel Eis oder einfach nur mit Puderzucker bestreut. Dazu ein Glas Apfelsaft oder ein kräftiger Kaffee.
Aufbewahren
Der Strudel schmeckt am Tag des Backens am besten. Reste halten sich zwei Tage und werden kurz im Ofen knusprig aufgebacken.
Häufige Fragen
Warum reißt mein Strudelteig?
Meist zu wenig Ruhe oder zu trockene Hände. Den Teig gut ruhen lassen und beim Ausziehen mit etwas Öl statt Mehl arbeiten.
Welche Äpfel eignen sich?
Säuerliche, feste Sorten wie Boskoop, Elstar oder Granny Smith — sie zerfallen beim Backen nicht.
Wer das mag, wird auch Schwarzwälder Kirschtorte lieben.
Apfelstrudel mit hausgemachtem Teig
Zutaten
- 300 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 1 Ei
- 4 EL Öl
- 125 ml lauwarmes Wasser
- 1 kg säuerliche Äpfel
- 100 g Zucker
- 1 TL Zimt
- 100 g Semmelbrösel
- 50 g Butter
- 50 g Rosinen (optional)
- Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung
- Mehl, Salz, Ei, Öl und Wasser zu einem glatten Teig kneten und 30 Minuten ruhen lassen.
- Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden.
- Mit Zucker, Zimt und Rosinen vermischen.
- Semmelbrösel in Butter goldgelb rösten.
- Teig auf einer bemehlten Fläche sehr dünn ausziehen oder walken.
- Die Hälfte der Brösel auf dem Teig verteilen, Apfelfüllung daraufgeben und mit den restlichen Bröseln bestreuen.
- Ränder einschlagen und eng aufrollen.
- Mit Butter bestreichen und bei 180 Grad 35–40 Minuten goldbraun backen.
Nächstes Rezept Schwarzwälder Kirschtorte — das OriginalAlle Angaben sind Richtwerte – je nach Herd und Ofen kann die Zubereitung etwas variieren. Guten Appetit!




