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Backen und Kuchen

Brezeln selber backen — das Laugengebäck

Brezeln selber backen: knuspriges Laugengebäck mit Natronlauge und grobem Salz. Das einfache Rezept für die typische braune Kruste.

Brezeln selber backen — das Laugengebäck

Die Brezel ist das bekannteste deutsche Gebäck: knusprig außen, weich innen, mit dieser typischen braunen Kruste, die von der Natronlauge kommt. Selbstgemacht schmeckt sie um Längen besser als gekauft — und mit dem richtigen Rezept gelingt sie auch ohne Bäckerausbildung.

Der entscheidende Schritt ist die Natronlauge: Sie gibt der Brezel die typische Farbe und den unverwechselbaren Geschmack. Vorsicht bei der Zubereitung — Natron ist ätzend und die Lauge nicht berühren.

So gelingt es perfekt

Der Teig sollte fest sein, nicht zu weich — weicher Teig macht flache Brezeln. Und wirklich zu Brezeln schlingen, nicht nur einen Knoten machen: Die traditionelle Form hält die dicke Mitte saftig und die Arme knusprig.

Die Lauge muss sprudelnd kochen und die Brezeln nur kurz darin — 30 Sekunden reichen. Länger und sie schmecken bitter. Mit einer Schaumkelle arbeiten und den Brezeln vor dem Backen etwas trocknen lassen.

Die Brezel ist das älteste deutsche Gebäck überhaupt — ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Sie war das Essen der Fastenzeit und wurde von Mönchen gebacken. Bis heute ist sie das Symbol der deutschen Bäckereikultur und ein Muss auf jedem Oktoberfest. Selbstgemacht schmeckt sie am besten — frisch aus dem Ofen, noch warm und knusprig.

Die häufigsten Fehler bei den Brezeln: zu weicher Teig (dann werden sie flach), zu kurze Lauge (dann bleiben sie blass) und zu niedrige Ofentemperatur (dann werden sie zäh statt knusprig). Wer diese Fehler vermeidet, bekommt goldbraune, knusprige Brezeln. Und noch ein Tipp: Die Brezeln nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen — so bleibt die Unterseite knusprig.

Varianten und Tipps

Mit Käse überbacken werden die Brezeln zum Abendessen, mit Zuckerguss zur süßen Variante. Wer es würzig mag, streut Kümmel statt Salz auf die Lauge.

Dazu passt

Lauwarm am besten. Dazu ein kühles Bier oder ein Glas Milch — wie es die Brezel verdient.

Aufbewahren

Frisch sind Brezeln unschlagbar. Reste lassen sich am nächsten Tag im Ofen bei 180 Grad wieder knusprig aufbacken.

Häufige Fragen

Ist die Natronlauge gefährlich?

Sie ist ätzend und darf nicht berührt werden — Handschuhe sind ratsam. Beim Backen zerfällt die Lauge vollständig und ist unbedenklich.

Warum werden meine Brezeln blass?

Meist zu kurz in der Lauge oder zu niedrige Ofentemperatur. Die Lauge muss sprudeln und der Ofen richtig heiß sein.

Wer das mag, wird auch Toast Hawaii lieben.

Brezeln selber backen — das Laugengebäck

  • Portionen8 Brezeln
  • Vorbereitung40 Min.
  • Kochzeit20 Min.
  • Gesamt1 Std.

Zutaten

  • 500 g Mehl (Type 550)
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Butter, weich
  • 1,5 TL Salz
  • 3 EL Natron (für die Lauge)
  • 1 l Wasser (für die Lauge
  • grobes Salz zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Mehl, Hefe, Zucker, Wasser, Butter und Salz zu einem glatten Teig kneten und 30 Minuten gehen lassen.
  2. Teig in 8 gleiche Stücke teilen und zu langen Rollen formen.
  3. Zu Brezeln schlingen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  4. Nochmal 15 Minuten gehen lassen.
  5. Natron mit 1 Liter Wasser aufkochen.
  6. Brezeln portionsweise 30 Sekunden in der Lauge kochen und mit einer Schaumkelle herausnehmen.
  7. Mit grobem Salz bestreuen und bei 220 Grad 15–18 Minuten goldbraun backen.

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Alle Angaben sind Richtwerte – je nach Herd und Ofen kann die Zubereitung etwas variieren. Guten Appetit!