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Suppen und Eintöpfe

Soljanka — der säuerliche Klassiker aus dem Osten

Soljanka: der säuerliche Suppenklassiker mit Wurststreifen, Gewürzgurken und Zitrone. Das Rezept aus dem Osten, Schritt für Schritt.

Soljanka — der säuerliche Klassiker aus dem Osten

Die Soljanka ist der würzig-säuerliche Suppenklassiker aus der ehemaligen DDR: herzhafte Wurststreifen, deftige Brühe, Gewürzgurken und die obligatorische Zitronenscheibe — ein Geschmack, den man entweder kennt und liebt oder sofort versteht.

Sie ist der perfekte Resteverwerter für Kühlschrankfunde: Wurst, Schinken und ein paar Gewürzgurken werden zu einer Suppe, die wie ein Festessen schmeckt.

So gelingt es perfekt

Die Säure ist die Seele der Soljanka: Gewürzgurken und Tomatensaft geben die Grundsäure, die Zitrone am Tisch die Frische. Wer es säuerlicher mag, gibt einen Schuss Gurkenwasser mit in den Topf.

Die Wurst nicht zu lange kochen — 20 Minuten reichen, damit sie heiß wird und Geschmack abgibt, ohne zäh zu werden. Zum Schluss unbedingt abschmecken: Die Soljanka braucht die Balance aus süß, sauer und salzig.

Die Soljanka kam in den Nachkriegsjahren über die sowjetische Besatzungszone nach Deutschland und wurde schnell zum Kultgericht der DDR. Sie wurde oft aus Resten zubereitet — was das Rezept so beliebt machte. Bis heute gehört sie zu den Klassikern der ostdeutschen Küche und erlebt gerade ein Comeback in der Berliner Gastronomie.

Die häufigsten Fehler bei der Soljanka: zu wenig Säure (dann fehlt der Charakter), zu lange gekochte Wurst (dann wird sie zäh) und zu wenig Würze (dann schmeckt sie nach Tomatensuppe). Wer diese Fehler vermeidet, bekommt eine Suppe, die nach mehr verlangt. Und noch ein Tipp: Die Zitrone erst am Tisch auspressen — so bleibt die Frische erhalten und jeder kann nach seinen Geschmack dosieren.

Varianten und Tipps

Mit einer Prise Paprika edelsüß wird sie wärmer, mit Chiliflocken pikant. Statt Wurst geht auch Restebraten oder Geflügel — die Soljanka verzeiht fast alles.

Dazu passt

Mit einem Klecks Schmand, einer Scheibe Zitronen und frischem Brot. Ein Glas kaltes Bier dazu — mehr braucht es nicht.

Aufbewahren

Die Soljanka hält sich drei Tage und schmeckt aufgewärmt oft noch besser, da sich die Aromen verbinden.

Häufige Fragen

Was gehört unbedingt in eine Soljanka?

Gewürzgurken, Tomatenmark, Senf und die Zitrone am Tisch — das ist die unverwechselbare Kombination.

Kann ich Soljanka einfrieren?

Ja, das klappt gut. Schmand und Zitrone erst beim Servieren frisch dazugeben.

Wer das mag, wird auch Gulaschsuppe lieben.

Soljanka — der säuerliche Klassiker aus dem Osten

  • Portionen4 Portionen
  • Vorbereitung20 Min.
  • Kochzeit30 Min.
  • Gesamt50 Min.

Zutaten

  • 200 g Jagdwurst oder Bierwurst
  • 150 g Kochschinken
  • 1 Zwiebel
  • 1 Paprikaschote
  • 2 Gewürzgurken
  • 2 EL Öl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 l Brühe
  • 100 ml Tomatensaft
  • 1 TL Senf
  • 1 Lorbeerblatt
  • Zitronenscheiben und Schmand zum Servieren

Zubereitung

  1. Wurst und Schinken in feine Streifen schneiden.
  2. Zwiebel würfeln, Paprika und Gurken klein schneiden.
  3. Öl erhitzen und Zwiebel glasig dünsten.
  4. Paprika und Gurken kurz mitbraten.
  5. Tomatenmark mitrösten und mit Brühe und Tomatensaft ablöschen.
  6. Senf, Lorbeer und Fleisch zugeben und 20 Minuten köcheln.
  7. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.
  8. Mit Zitronenscheiben und einem Klecks Schmand servieren.

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Alle Angaben sind Richtwerte – je nach Herd und Ofen kann die Zubereitung etwas variieren. Guten Appetit!